Landschaftsarchitektur

Studenten der Landschaftsarchitektur lernen, wie man Sportplätze, Parks, Gärten und andere Freizeitanlagen plant, gestaltet und anlegt. Das Studium der Landschaftsarchitektur ist ein künstlerisch-ästhetisches Fach mit Aspekten aus Naturwissenschaft, Wirtschaft und Technik. Das zentrale Ziel des Studiums ist die Gestaltung von intakten Lebensumwelten in sozialer und ökologischer Hinsicht.

Am Anfang des Studiums lernt man die Grundkenntnisse in den Fächern Biologie, Betriebswirtschaft, Chemie, Soziologie, Umwelt und Informatik. Außerdem wird man mit speziellen Computerprogrammen vertraut gemacht, die in der Landschaftsplanung eingesetzt werden.

In den fortschreitenden Semestern kommen spezifische Fachgebiete wie beispielsweise Darstellungsmethoden, Bautechnik, Ressourcenmanagement und Planungsinformatik hinzu.

Je nachdem, welche Interessen man hat, kann man bereits im Bachelor Studium einen Schwerpunktzweig wie etwa Wirtschaft, Architektur oder Ökologie wählen. Das Studium der Landschaftsarchitektur setzt sich neben einem theoretischen Teil aus vielen Praxiselementen, Praktika, praktischen Übungen und Projekten zusammen. Gerne werden auch Auslandssemester oder Exkursionen angeboten.

Im Masterstudium kann man sich auf weitere Schwerpunkte spezialisieren, wie etwa den EU-Umweltrichtlinien, der Freiraumplanung und Gartendenkmalpflege, der Kulturlandschaftsentwicklung oder den Landschaftsbau.

Für das Studium der Landschaftsarchitektur sollte man gute Noten in den Schulfächern Biologie, Kunst und Mathematik haben und ein starkes Interesse für Natur und Umwelt, Garten- und Landschaftsgestaltung, und die Pflanzenwelt mitbringen. Das Studium wird in Deutschland derzeit an 15 Hochschulen angeboten, die Studiengänge werden manchmal auch als Freiraumplanung, oder Public Interest Design bezeichnet.

Wer das Studium erfolgreich beendet hat, kann als Landschaftsarchitekt beispielsweise bei Naturschutzorganisationen, in Planungs- und Ingenieurbüros, bei Forschungseinrichtungen oder bei Behörden arbeiten. Als Landschaftsarchitekt erstellt man Konzepte und Strategien für das Landschaftsmanagement sowie die Entwicklung von Landschaften und Gärten und man übernimmt die Planung. Außerdem gehören die Kontrolle von Landschaftspflege und Bauarbeiten zum Aufgabenbereich eines Landschaftsarchitekten.

In den letzten Jahren sind neue Aufgabenbereiche entstanden, die dem Know-How eines Landschaftsarchitekten bedürfen, wie dies beispielsweise die Umwandlung von suburbanen Räumen der Großstädte oder von Industriebrachen. Ein Landschaftsarchitekt hat immer auch auf die ökologische Nachhaltigkeit zu achten.

Mit dieser Qualifikation kann man aber auch bei Behörden oder Ministerien tätig sein, wo man die Verantwortung für städtebauliche Projekte übernimmt. Ein weiteres Tätigkeitsfeld ist die Rolle eines Beraters in Organisationen und Stiftungen oder die journalistische Tätigkeit mit dem Fokus auf die Landschaftsarchitektur.

Viele Landschaftsarchitekten machen sich aber auch mit einem eigenen Architekturbüro selbständig.

Derzeit gibt es besonders gute Karriereaussichten in den Bereichen Stadtplanung und Naturschutz.